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Warum wir den Begriff Mindset neu denken sollten

Mindset neu denken

Vielleicht hast du ein solches oder ähnliches Angebot selbst schonmal gelesen oder gehört:

Ein Programm, das für 6 Monate 5.000 Euro kostet verspricht garantiert eine Umsatzsteigerung von mindestens 150.000 Euro pro Jahr mit deinem Online-Business – und das ganze innerhalb von 9 Wochen. 

Das hat bei dir nicht geklappt? Du bist mit dem Programm nicht zum gewünschten Erfolg gekommen?

Nun, dann schau doch mal, ob du nicht dein Mindset verändern solltest.

Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen ein positives Mindset. Auch in meiner Arbeit spielt dieses eine zentrale Rolle. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass zum Erfolg noch einige andere Dinge gehören. 

Es reicht nicht, einfach ganz fest daran zu glauben, dass das Geld auf meinem Konto landet, ohne dass ich die Kontonummer weitergebe. Es reicht auch nicht, eine positive Einstellung zum Online Marketing zu haben, ohne zu wissen, wie und wo ich mich einloggen muss – mal ganz überspitzt gesagt. 

Zum Erfolg gehören genauso das tatsächliche Tun wie auch das Wissen, was überhaupt zu tun ist, wann es zu tun ist und wo. 

 

Du hast das falsche Mindset!  

Das ist meiner Meinung nach eine tolle Ausrede – für mangelnde Qualität. 

Es ist viel einfacher, sich hinter solchen Aussagen zu verstecken als im direkten Kontakt mit den Teilnehmern nach der Ursache zu suchen. 

Manchmal kann es sogar ausreichen, sich in die sachlichen Darstellungen einzudenken, um Fehler beheben zu können. Wenn etwa in irgendeinem der Programme einfach nur ein Häkchen gefehlt hat oder – wie ich es vor ein paar Wochen erst selbst erlebt habe – nach einem automatischen Update des Virenprogramms das Streaming nicht mehr funktioniert. 

Ich bin fast verzweifelt, bis sich Sandra Hoffmann – die Technikmentorin – die Zeit genommen hat, mit mir die Möglichkeiten für den Fehler durchzugehen. Gefunden haben wir den Fehler nicht, aber mit ihrer Unterstützung und durch eine ihrer Fragen ist mir eingefallen, dass sich mein Virenprogramm automatisch aktualisiert hat. So kam ich auf die Idee, es einfach einmal auszuschalten. Und sieht da: es hat geklappt und das Streamen war wieder möglich. 

Hätte sie mir gesagt, ich solle eben einfach an meinem Mindset arbeiten, hätte sich davon mein Virenprogramm nicht von alleine ausgeschaltet.   

Was hingegen ganz klar eine Frage des Mindeste war: dass ich auch nach vier Wochen Ratlosigkeit nicht aufgegeben habe und weiter nach einer Lösung gesucht habe. 

Diese Geschichte aus meinem Arbeitsalltag zeigt für mich schön, wie wichtig beide Komponenten sind: das Mindset und das Wissen um bestimmte Dinge. 

Für was steht das Wort Mindset eigentlich? 

Man könnte es mit Denkweise oder Einstellung umschreiben. Bei Wikipedia wird es auch als Mentalität bezeichnet, was wiederum als Persönlichkeitseigenschaft beschrieben wird. Das ist jetzt eine sehr grob gefasste Version und betrifft somit die gesamte Persönlichkeit. Es ist also ein Thema, das sich nicht einfach so abhandeln lässt, besonders wenn es um beruflichen Erfolg geht. 

Die Motivationspsychologin Carol Dweck forscht seit langem dazu, wie Menschen mit Niederlagen umgehen und was manche dazu veranlasst, unbeeindruckt weiter nach Herausforderungen zu suchen, während andere aufgeben.

Sie stellt eine Theorie dazu auf und beschreibt zwei Formen von Mindset, das Growth Mindset (growth = englisch für Wachstum; hier häufig mit wachstumsorientiert, dynamisch übersetzt) und das Fixed Mindset (fixed = englisch für starr, unflexibel).Menschen mit einem  Fixed Mindset  neigen dazu, bestimmte Fähigkeiten als angeboren, also als Talent, zu beurteilen und als nicht veränderbar zu bewerten. 

Scheitern diese Menschen an einer Aufgabe, so führen sie das darauf zurück, dass ihnen bestimmte Begabungen offenbar fehlen.

Menschen die hingegen in die Kategorie Growth Mindset gehören, sind der festen Überzeugung, dass sie alles erreichen können, solange sie genügend Einsatz bringen, trainieren oder lernen. Dies ist eine leistungsorientierte Haltung, die allerdings dabei unterstützt, aus Fehlern zu lernen. Wie sich die richtige Haltung zu Herausforderungen entwickeln kann erklärt dieser TED-Talk von Prof. Carol Dweck wunderbar. 

Aus meiner Sicht hängt beruflicher Erfolg nicht nur davon ab, wie positiv ich diesem gegenüber stehe. Es ist genauso wichtig, ob ich die notwendigen Voraussetzungen dafür mitbringe oder die Möglichkeit habe, sie mir anzueignen. Es reicht einfach nicht aus, sich die Dinge schön zu träumen, das eigentliche Tun gehört immer mit dazu. 

Was steckt jetzt wirklich hinter dem richtigen Mindset?

Geht es dabei um eine innere Einstellung oder darum, positiv über die Dinge zu denken? 

Darüber habe ich mich mit drei lieben Kolleginnen ausgetauscht. In einem neuen Format nehmen wir uns in Form eines BullShit Bingos Begriffe und Themen, die im Netz inflationär genutzt werden, vor und schauen, was dahintersteckt.

Beim ersten Bingo hat sich alles um das Mindset gedreht. Da Annet, Inken, Birgit und ich als Expertinnen viel mit dem Mindset arbeiten, konnten wir auch einiges dazu sagen. 

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 Wie wäre es stattdessen mit mehr Macher-Mentalität? 

Helfen könnte eine positivere Einstellung dazu, Dinge zu tun. Sei es, sich den eigenen Zielen mental zu nähern und sich ganz pragmatisch dafür die nötigen Fähigkeiten anzueignen. Aber auch der richtige Umgang mit Fehlern und Rückschlägen gehört dazu. 

Wieso ich mir einen positiven Umgang mit Fehlern sowie eine neue Fehlerkultur wünsche, kannst du in diesem Artikel nachlesen. 

Als Vorbild können wir hier die USA sehen. Dort ist es ein Vorteil, wenn man mit einem Unternehmen gescheitert ist. Es wird als wichtige Erfahrung eingeordnet, nicht wie bei uns als Versagen. 

Aus meiner Sicht ist das eine sehr wohltuende Einstellung, die dabei unterstützt, weiter zu gehen und aus dem, was wir in unserer Gesellschaft oft als unüberwindbaren Fehler oder gar Versagen definieren, zu lernen. 

Interessant ist dabei natürlich auch, wer überhaupt festlegt, was ein Versagen oder ein Fehler ist. Wessen Normen sind das und sind die Menschen, die das festlegen, selbst wirklich unfehlbar? Trägt das Übernehmen dieser Normen dazu bei, sich weiter zu entwickeln oder hält es uns in einem sogenannten Stuck State (in dem wir umgangssprachlich ein Brett vor dem Kopf haben)? 

 

Ich hoffe, der Artikel konnte für dich den Begriff Mindset in ein neues Licht rücken und dir zeigen, dass eben auch andere Faktoren zum Erfolg dazu gehören. 

Solltest du Fragen dazu haben, wie du dein Mindset ändern kannst und dabei Unterstützung brauchen, melde dich gerne bei mir. Oder du schaust dir die Artikel von meinen Kolleginnen Birgit Barilits, Annett Zöller und Inken Revenstroff an. Genug Stoff, um dich umfassend zum Thema zu informieren

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1 Kommentar

  1. Pingback:Mindset…? | Ernährungssachen

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